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Was ist Küstenschutz

Die Ostseeküste ist ständig in Bewegung, denn sie ist den Wellen, dem Wind, dem Frost und dem Regen ausgesetzt.
Das führte immer wieder zu katastrophalen Sturmfluten mit erheblichen Sachschäden und Landverlusten.

Bsp. Ostsee-Sturmflut von 1872 - Sturmflutmarke in Greifswald- Wieck
Bsp. Kirchenruine Hoff in Polen -1901 Hälfte der alten Kirche mit
ausgespültem Kliff weggebrochen und in die Tiefe hinabgestürzt

Küstenschutz bedeutet Maßnamen finden zum Schutz der Küsten vor  Überflutung und Rückgang zur Erhaltung des Lebensraumes der Menschen.

Küstenschutz Maßnahmen

Im Ostseeraum wurden bereits im 18. Jahrhundert Maßnahmen entwickelt, um den Naturkräften entgegenzuwirken.
Man unterscheidet folgende Küstenschutzbauten:

1. Dünen und Strandhafer
2. Buhnen
3. Deiche
4. Küstenschutzwälder
5. Sperrwerke
6. Wellenbrecher

1. Dünen und Strandhafer

Dünen
Sie sorgen für den Schutz des Hinterlandes, indem sie den von Winden und Stürmen verwehten Sand festhalten.
Dem Strandhafer kommt dabei eine besondere Rolle für den Aufbau der Dünen zu.

Strandhafer
Er dient der Verfestigung der Dünen sowie als Sandfänger und ist aufgrund seines ausgedehnten Wurzelwerks gerade für Dünen geeignet.
Diese Wurzeln geben dem Sandboden Struktur, Feuchtigkeitsregulation und Halt. Durch ständige Übersandung ist der Strandhafer gezwungen, in die Höhe zu wachsen und dient dadurch auch als Sichtschutz.

2. Buhnen

Buhnen sind rechtwinklig zum Strand verlaufende Reihen von Pfählen, die meist aus Holz oder auch Beton bestehen. Sie verhindern ein weites Vordringen der Wellen auf das Festland und brechen so ihre Kraft. Außerdem halten sie die Strömung vom Land fern und wirken dem Abtragen des Strandsandes entgegen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden in den vergangenen 20 Jahren nahzu 1.200 neue Buhnen errichtet, denn Holzbuhnen müssen regelmäßig erneuert werden.

3. Deiche

Ein Deich liegt längs zum Meeresufer und schützt das nur knapp über dem Meeresspiegel liegende Hinterland vor Überflutungen. Er besteht aus einem Sandkern. Darüber wird eine Schicht Erde aufgetragen, der wiederum durch Grasbewuchs zusammengehalten wird. Besonders wirkungsvoll sind Deiche, die zur Wasserseite hin lang und flach ohne Widerstände auslaufen. Selbst mächtige Wellen rollen an diesen Deichausläufern einfach aus. So entstehen zum Teil beachtliche Bauwerke.

4. Küstenschutzwälder

Sie stellen gerade an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns einen wichtigen Bestandteil des Küstenschutzsystems dar und sind häufig zwischen Düne und Deich angeordnet. Neben dem Schutz der hinter ihnen liegenden Landstreifen beugen sie der Abtragung des küstennahen Bodens vor und schützen ihn vor Angriffen durch Wind, wasser, Kälte und Sonne. Das meist gut ausgebaute Netz an Rad- und Wanderwegen innerhalb der Wälder wird nicht nur von den Urlaubern zur Erholung und Entspannung genutzt.

5. Sperrwerke

Das flache Gelände an der Dänischen Wiek und das Stadtgebiet von Greifswald zählen zu den besonders gefährdeten Gebieten der Küste Mecklenburg - Vorpommerns. Die vorhandenen Deichanlagen entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Sturmflut würde weite Teile des Stadtgebietes sowie in der Ryckniederung liegende Orte überfluten. Greifswald-Wieck war von allen Küstenorten an der deutschen Ostseeküste mit am stärksten von extremen Sturmfluten betroffen.

Das neu errichtete Sperrwerk Greifswald-Wieck ist ein Bestandteil des Sturmflutschutzsystemes. Ein Sperrwerk ist ein Querbauwerk in einem Fluss mit Öffnungen, die bie Überflutung geschlossen werden können, um das Hinterland zur schützen.

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6. Wellenbrecher

Wellenbrecher verhindern die Zerstörung von Booten und Ufern, indem sie die Energie der Wellen brechen bzw. aufhalten.
Es gibt schwimmende und fest gegründete Wellenbrecher. Von Bedeutung sind vor allem mit Blocksteinen aus Beton befestigte Molen vor Hafenbereichen und Buhnen an Flussufern.