Finkenbergschule Kleinlüder
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120 Jahre Schule Kleinlüder

Schulfest zum Jubiläum 120 Jahre Schule Kleinlüder

„Einfach nur gelungen“ – so lässt sich das Schulfest der Finkenbergschule Kleinlüder anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Schule beschreiben.

Eröffnet wurde das Jubiläumsfest mit einem gut besuchten Gottesdienst, der von den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und Lehrerinnen sowie Gemeindepfarrer Pater Ljubo in der bunt geschmückten Pfarrkirche gestaltet wurde. Mit ansprechenden Texten, emotionaler Musik und darstellendem Sprechspiel wurde die Schule mit einem Schiff auf hoher See verglichen, die den Stürmen aber auch der ruhigen See standhält.

Die anschließende offizielle Feierlichkeit auf dem Schulgelände umfasste ein buntes Programm aus musikalischen Liedbeiträgen der Schülerinnen und Schüler. Grußworte wurden durch die zuständige Schulamtsdezernentin, die Gemeinde Großenlüder, dem Ortsvorsteher sowie der Vereinsgemeinschaft Kleinlüder übermittelt. Herr Landrat Woide besuchte am Nachmittag die Finkenbergschule und gratulierte der Schulgemeinde.

Schulleiterin Silvia Sitzmann verdeutlichte die Entwicklung der Schule Kleinlüder von der Vergangenheit über den heutigen aktuellen Stand bis hin zu den Wünschen für die Zukunft.

1899 wurde ein Schulneubau mit zwei Klassen und zwei Lehrerwohnungen auf dem jetzigen Gelände gebaut, nachdem das vorherige Schulgebäude, ein ehemaliges Bauernhaus, zu klein geworden war. Für die Landwirtschaft der Lehrer wurden daneben Wirtschaftsgebäude mit Stall und Scheune und einer Toilette gebaut, nicht zu vergleichen mit heutigem Standard.

Am 22. November 1899 wurde die Schule nach einem Gottesdienst feierlich eingeweiht. Die seitherige Halbtagsschule wurde in zwei einklassige Schulen (in Knaben- und Mädchenschule) geteilt. Die Mädchen siedelten in das neue Schulgebäude um, die Jungen blieben im alten Gebäude.

1962 wurde die Schule dreiklassig. Ein zusätzlicher Raum wurde in dem ehemaligen angrenzenden Jugendheim zur Verfügung gestellt. Für Schüler und Lehrer gleichermaßen wichtig war das Jahr 1966, als ein Anbau mit mehreren notwendigen Räumen und eigenen sanitären Anlagen errichtet wurde. 124 Kinder besuchten zu dieser Zeit die Schule.

Seit dem 21. September 1967 ist die Schule Kleinlüder reine Grundschule.

Erfreulich war die Erstellung eines Pavillons als Turnhalle im Sommer 1989. Damit entfiel das Turnen im unteren Klassenraum.

Im Rahmen der 100-Jahrfeier erhielt die Schule Kleinlüder im Jahre 1999 den Schulnamen „Finkenbergschule“, da sie am Fuße des Finkenbergs steht.

Heute ist die Finkenbergschule einzügige Grundschule mit zwei „Kombiklassen“, nämlich Klasse 1/2 und Klasse 3/4 , die teils differenziert, teils jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Zwei Vollzeitkräfte und zwei Teilzeitkräfte unterrichten 29, nach den kommenden Sommerferien 37 Schülerinnen und Schüler.

Ein Problem stellt derzeit die fehlende Turnhalle dar, die wegen baulicher Mängel im Frühjahr 2019 abgerissen werden musste. Die Schulgemeine hofft auf den Neubau einer neuen Sportstätte.

Die Schule verfügt über ein zu 100 Prozent ausgelastetes Betreuungsprogramm des Schulträgers sowie eine Betreuungsmöglichkeit der Gemeinde Großenlüder in der benachbarten Kindertagesstätte.

Eine enorme räumliche Erweiterung der Finkenbergschule fand im letzten Jahr 2018 statt, als eine Wohnung im ursprünglichen alten Schulhaus für schulische Zwecke neu entdeckt und mit Betreuungsräumen und einer Schulküche ausgestattet wurde.

Für die Zukunft der Schule wünscht sich die Schulleiterin noch weiter steigende Schülerzahlen, um den Standort Kleinlüder als Grundschule zu sichern. 2021 werden es voraussichtlich 18 Erstklässler sein, die eingeschult werden.

Mit den Worten aus dem Gedicht von Rudolf Weisz „Eine solche Schule wünschen wir uns: Eine Schule, in der nicht nur über das Leben gelernt wird, sondern in der „Leben“ schon stattfindet“ schloss die Schulleiterin ihre Ansprache.

Ein vielseitiges Programm schloss sich auf dem Schulgelände an.
Durch ein Trommelerlebnis aus den Projekttagen, der Segnung der neuen Räumlichkeiten, der musikalischen Gestaltung durch die Musikkapelle Kleinlüder sowie der angekündigten Überraschung des professionellen Zauberkünstlers Stephan von Köller verlief der Nachmittag kurzweilig, freudig und unterhaltsam.

Die Elternschaft hatte für kulinarische Köstlichkeiten, kalte Getränke und ein festliches Ambiente des Festes gesorgt. Vielen Dank an alle!

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