Der verlorene Fußball
 
 
Der verlorene Fußball

Andreas, Philip und Sabrina spielten auf einer Wiese, die neben einem alten Haus lag, Fußball. Andreas, der Philip den Ball zuspielen wollte, schoss daneben und der Ball flog durch die Fensterscheibe in das alte Haus. Sabrina stand daneben und hielt sich vor lachen den Bauch.
Durch den Lärm erwachte der Geist Stromie, der in diesem Haus wohnte. Wütend schaute er durch das Fenster, um zu sehen, wer seine Mittagsruhe stört, vor Ärger lief er grün an. Die Kinder sahen zum Fenster und Andreas rief: „Schaut mal, dort bewegt sich die Gardine“. Philip tippte sich an die Stirn und meinte: „Du spinnst doch, hier wohnt schon lange keiner mehr“, und Sabrina wendete sich an Andreas und sagte: „An deiner Stelle würde ich mir eine Brille kaufen.“ Die Kinder berieten gemeinsam, wie sie am besten an ihren Ball kommen könnten. Philip und Andreas wollten gemeinsam in das Haus gehen und den Ball herausholen. „Sabrina, du kannst in der Zwischenzeit Wache halten“, sagte Andreas zu ihr. Philip und Andreas gingen vorsichtig in das alte Haus.
Als Stromie das sah, versteckte er sich schnell in einem alten Schrank und beobachtete die Kinder durch ein Schlüsselloch. Beim Betreten des Zimmers, hörten die Kinder ein seltsames Geräusch aus dem Schrank. „ Es ist sicher eine Maus“, sagte Philip zu Andreas. „Dort hinten liegt der Ball, lass ihn uns holen und dann nichts wie weg“, meinte Philip. In der Zwischenzeit war es Sabrina draußen langweilig. „Könnt ihr lahmen Tüten euch nicht beeilen?“ rief sie in das Haus. Philip und Andreas stießen vor Schreck zusammen. Doch was war das? Jedes mal wenn Philip nach dem Ball griff, schwebte dieser an die Zimmerdecke. Andreas sagte leise zu Philip: „Das gibt es doch nicht, wir träumen wohl.“ Philip erwiderte: „Der Ball ist wie verhext, aber so etwas gibt es doch nur im Märchen.“
Stromre, der seine Zauberkraft eingesetzt hatte, konnte vor lachen nicht mehr und fiel aus dem Schrank. Philip und Andreas blieben wie angewurzelt stehen. Da Stromie sie aber freundlich anlächelte, verloren sie ihre Angst und die Drei kamen miteinander ins Gespräch.
Der Geist erzählte ihnen, dass er schon viele Jahre im Haus wohnt und sich mächtig langweilt.
„Für mich war es immer eine Abwechslung, wenn ich euch beim Fußballspielen zusehen konnte“, sagte er. „Mensch“, rief Andreas, „ich habe eine gute Idee! Du spielst mit uns mit, Sabrina hat sicher auch nichts dagegen.“ „Meint ihr wirklich?“ fragte der Geist glücklich und lief vor Freude blau an. Philip ging schon voran, um Sabrina auf Stromie vorzubereiten.
Seit dieser Zeit konnte man fast jeden Nachmittag vier Freunde Fußballspielen sehen, von denen einer auffällig durch die Luft schwebte.