Sigurd der Drachentöter
Vor langer Zeit gab es einen grausamen Herrscher, der sehr mächtig war und der als Haustier einen Drachen hatte. Diesem Drachen gab er die Verbrecher und die Kriegsgefangenen, doch auch unschuldige Leute zum Fressen. Weil alle anderen Könige ihn fürchteten, schickten ihm alle Tribute, die aus jeweils fünf Männern und fünf Frauen bestand.
Doch einmal hatte einer dieser Könige einen Sohn, der Sigurd hieß. Sobald er von dem Tribut erfuhr und alt genug war, bot er sich an, dorthin geschickt zu werden. Unter seinem Gewand trug er ein Schwert, um den Drachen zu töten. Als sie dort angekommen waren, sprach er zum König: “Da ich der Sohn des Königs bin, habe ich auch die Ehre, als erster dem Ungeheuer geopfert zu werden.“ Der König lachte über so viel Arroganz und erlaubte ihm als erster zu gehen. Sigurd stieg hinunter in den Keller, wo der Drache eingesperrt war. Er zog sein Schwert heraus und schaute aufmerksam um sich. Da sah er Flammen in seine Richtung fliegen. Er wich gerade noch aus und sah den Drachen, der auf ihn zulief. Der Drache stürzte sich auf Sigurd und die beiden kämpften eine Weile, bis Sigurd dem Drachen das Schwert in die Brust rammte und er tot liegen blieb. Aus der Wunde spritzte eine Menge Blut, dass sich über den ganzen Boden ergoss. Da er den Drachen besiegt hatte schritt er die Stufen hinauf wieder ans Tageslicht. Als der König ihn sah, blieb er einen Moment bewegungslos, doch als er sich wieder gefasst hatte, rief er seinen Wächtern zu, dass sie ihn fassen sollten. Doch Sigurd besiegte sie leicht. Da zog der König sein Schwert und griff ihn an. Die beiden kämpften verbissen bis Sigurd den bösen König zu Boden stieß und ihn tötete.
Diese gute Nachricht verbreitete sich sehr schnell in den unterdrückten Königreichen, und als Sigurd zurückkehrte wurde er mit viel Jubel empfangen. Und so lebte er glücklich bis zum Ende seiner Tage. Alan