Der lange Weg zum Ritter
 
Ein Ritter war nicht von Anfang an ein Ritter. Er war er der Gehilfe des Knappen. Nach einer bestimmten Zeit wurde er zum Knappen eines Ritters befördert.
Bei einem Ritterturnier musste er dem Ritter die Rüstung anziehen, die Lanze, das Schwert oder das Schild halten. Wenn er sich zum Rittertum würdig erwiesen hatte, wurde er vom König zum Ritter geschlagen.

(Alexander)
 
Wie wurde man zum Ritter?
 
Ganz einfach, indem man der Sohn eines Ritters war. Im Alter von 7 Jahren kam der Sohn eines Ritters auf eine fremde Burg, um dort das schwere Leben eines Ritters kennen zu lernen. Er hieß Edelknabe oder Page und er musste die Frauen bedienen, wie z.B. ihre Schleppen tragen oder ihnen vorlesen.
Mit 14 Jahren wurde er zum Knappen befördert. Er musste mit auf die Jagd oder in den Krieg. Der Knappe musste dem Ritter das Schild und den Speer tragen, ihm während des Kampfes eine zweite Lanze geben, wenn die erste zersplittert war.
Ganz wichtig war, dass er seinem Herren gehorsam und treu war, ansonsten wurde er nicht zum Ritter geschlagen.

(David)
 
Endlich ein richtiger Ritter!
 
Mit 21 Jahren wurde der Knappe endlich zum Ritter geschlagen. Da gab es eine große Feier. Der Knappe musste vorher lange fasten und in der Burgkapelle beten. Dann musste er zwischen zwei Zeugen niederknien, in voller Rüstung, aber ohne Helm, Schwert und Schild. Der König, der ihm zum Ritter schlug, gab ihm mit dem Schwert einen leichten Schlag auf die Schultern. Dazu sprach er einen Reim: „Zu Gottes und Marias Ehr‘, diesen Schlag und keinen mehr. Sei tapfer, bieder und gerecht. Besser ein Ritter als ein Knecht.“
Danach bekam der junge Ritter Schwert, Helm und Sporen, sowie einen Schild mit seinem Wappen. Darauf war er sehr stolz!

(Marki)