Der Schneemann als Freund

Von Ayla Schäfer
Als ich heute Nacht aufwachte, ging ich zum Fenster und sah ganz viel Schnee auf dem Boden. Ich ging mit meiner Schwester raus und baute drei große Schneebälle, einen kleinen, einen mittleren und einen großen. Dann setzten wir die drei Bälle zusammen. Ich ging ins Haus und nahm eine Mohrrübe und fünf Knöpfe und ging wieder raus. Dann setzte ich die sechs Sachen an den Schneemann. Dann rief unsere Mutter: „Kinder, reinkommen! Es gibt Abendbrot.“ Ich musste dauernd an den Schneemann denken. Dann mussten wir schlafen. Am nächsten Morgen gingen wir wieder raus, aber der Schneemann war gar nicht mehr da. Aber da wackelte doch etwas in den drei Tannen. Was war das bloß? Da kam eine weiße Gestalt, es war der Schneemann. Er konnte sprechen.
Wir spielten vier Stunden zusammen. Wir machten eine Schneeballschlacht. Am nächsten Tag spielten wir wieder zusammen. Wir machten eine Wanderung. Dann fragte der Schneemann: „Wie heißt du?“ „Ich heiße Melanie und wie heißt du?“ „Ich heiße Flocke. Der Winter ist bald vorbei. Dann muss ich leider gehen. Ich gehe mit meiner Mutter und mit meinem Vater und Schwestie ins Sternenhotel. Wir bleiben zwei Wochen weg. Bis dahin ist der Winter vorbei.“ „Dann bis nächstes Jahr!“, sagte ich.
Es war ein Jahr vergangen. Ich hatte wieder mit meiner Schwester einen Schneemann gebaut. Ich hoffte, dass es wieder Flocke war. Nach dem Essen gingen wir wieder nach draußen. Der Schneemann war nicht mehr da. In den drei Tannen wackelte etwas. Es war der Schneemann! „Juhu, du bist es! Ich habe mich schon auf dich gefreut! Wo bleibst du denn?“, fragte ich meine Schwester. „Ich komme ja schon!“, antwortete sie. „Vergiss nicht die Schaufel und den Eimer! Vanessa, wie lange brauchst du denn?“ „Ich komme ja schon!“
Dann kam Vater und sagte: „Es gibt Mittagessen!“ „Wir kommen ja schon!“, riefen wir. „Ist gut!“ „Was gibt es?“, fragte ich Vanessa. „Ich weiß es nicht.“ „Vielleicht gibt es ja Bohnensuppe!“ „Das weiß Mama, dass ich die nicht mag.“ Papa weiß das auch“, sagte ich. „Also ich mag Bohnensuppe, aber es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Das schmeckt lecker!“ „Also ich mag auch Nudeln mit Tomatensoße!“, sagte Vanessa.
Nach dem Essen gingen wir wieder raus und spielten mit dem Schneemann. „Was wollen wir spielen?“ „Ich weiß es nicht, vielleicht einen Schneemann bauen?“ „Nein, vielleicht eine Wanderung machen?“ „Okay, das machen wir!“
Es war Sommer geworden, der Schneemann war geschmolzen. „Oh, wie schade! Wir hatten doch so viel Spaß!“ Dann wurde es Winter. Wir bauten diesmal alleine einen Schneemann. Da war er schon wieder! Da fingen wir mit einer Schneeballschlacht an, aber dann kam er nicht mehr wieder. Da kam ein Engel auf die Erde und sagte: „Dein Schneemann ist nur dreimal lebendig geworden.“