Als ich den Weihnachtsmann sah
 
 
Von Anton Knoch

Als ich heute Nacht aufwachte, ging ich zum Fenster und sah etwas Unglaubliches. Und was ich da sah, war der Weihnachtsmann. Als ich am Morgen aufwachte, war von dem Weihnachtsmann keine Spur zu sehen. Als ich nachher am Küchentisch saß, erzählte ich von meinem nächtlichen Erlebnis, doch meine Eltern glaubten mir kein Wort. In den folgenden Nächten konnte ich kein Auge zutun. Ich hoffte, den Weihnachtsmann noch einmal zu sehen. Doch er kam nicht. Ich sah ihn erst wieder an Weihnachten wie er mit seinem Rentierschlitten aus der Finsternis auftauchte. Ich wollte zu ihm laufen, doch meine Mutter hielt mich am Arm fest. „Wenn du zu ihm gehst, verschwindet er wieder“, sagte sie. Doch ich riss mich los, stieß die Tür auf und rannte mit bloßen Füßen in den Schnee und wie vom Erdboden verschluckt, war er wieder
weg.
Am nächsten Morgen lag ich mit Fieber im Bett. Plötzlich klingelte es an der Tür. Kurz darauf rief Mamas Stimme: „Tommi, Besuch für dich!“ Und wer kommt nach knappen fünf Minuten zur Tür herein? Es ist der Weihnachtmann! Er drückte mit etwas in die Hand und verschwand wieder. Dann schlief ich ein. Als ich am Morgen aufwachte, fand ich eine kleine Dose. Ich machte die Dose auf und sah ein goldenes Messer. Ein Zettel war darangesteckt. Ich nahm das Messer aus der Dose und im gleichen Moment war ich wieder gesund. „Dieses Messer ist ein Zaubermesser. Es hilft dir, wenn du krank bist“, stand auf dem Zettel. Ich freute mich.
Es war einen Tag vor Weihnachten. Am Abend holte Mama mich und Vater ins Zimmer. Als das Glöckchen klingelte, stürmte ich die Treppe runter. Aber Mutter hielt mich fest. Du musst leise die Treppe runter- gehen. Als ich die Tür aufmachte und die schön geschmückte Tanne sah, blieb mir die Spucke weg. So eine schöne Tanne hatte ich noch nie gesehen. Das war das schönste Weihnachten der Welt.