Das Gespenst
 
 
Von Leyla Tepegöz

Als ich heute Nacht aufwachte, ging ich zum Fenster und sah, dass es Vollmond war. Ich guckte lange raus. Plötzlich flog etwas über mich hinweg, aber da flog es auf unser Haus zu. Ich kroch unter meine Bettdecke. Ob das wohl ein Gespenst war? Plötzlich krachte es im Kamin. Ich flitzte in den Kleiderschrank. Die Tür ging langsam auf. Es ging jemand rein und lachte und er hatte einen Sack. Ob das wohl der Kinderräuber war, von dem meine Oma mir erzählt hatte? Ich wollte meine Eltern rufen, aber ich hatte Angst, dass der Kinderräuber mich in den Sack packen würde. Dann ging der Kinderräuber weg. Ich kam aus meinem Versteck und kroch unter meine Bettdecke und schlief ein.
Am nächsten Tag suchte ich Spuren und sagte es Mama und Papa. Aber sie sagten, dass ich es nur geträumt hätte. Nachts habe ich Wache gehalten, aber es kam niemand rein. Am nächsten Tag hielt ich wieder Wache, aber es kam wieder niemand. Am nächsten Tag aber hatte ich eine Falle gestellt, aber es fiel meine Katze rein.
Bald war Heiligabend und ich schrieb einen Wunschzettel. Nachts guckte ich wieder raus und es kam wieder die Gestalt und nahm meinen Wunschzettel und verschwand hinter meiner Tür. Am nächsten Tag sagte ich das Mama und Papa und sie sagten, dass wäre der Weihnachtsmann. Aber ich sagte, dass war der Räuber. Am nächsten Tag kam der Weihnachtsmann und sagte: „Du, ich war der Weihnachtsmann, der immer in deinem Zimmer rumgelaufen ist.“